lunedì 8 giugno 2020
Tacheles
Rielaborazione della mia foto di una finestra dell'edificio chiamato Tacheles (in jiddisch "parlar chiaro") nei suoi anni d'oro, che ho scattato quando era ancora occupato da artisti provenienti da tutto il mondo. Ero sul marciapiede di fronte alla facciata principale, nella primavera del 2008. Entrambe le opee sono stampate su alluminio satinato con interventi in acrilico e in foglia d'oro, cm 11x15,5 - Esemplari unici, 300 euro per maggiori informazioni fernandamancini8@gmail.com
Per molti anni il Kunsthaus Tacheles di Berlino Mitte (un edificio occupato solo da ateliers e pieno di fermenti e idee una officina di esperimenti) ha ospitato moltissimi artisti della scena artistica e culturale alternativa di tutto il mondo.
L'edificio dell'Oranienburger Strasse ha assunto il nome di Tacheles solo negli anni Novanta per iniziativa di un artista. Era uno dei passaggi, costruiti all'inizio del XX secolo, che conducevano dalla Friedrichstrasse alla Oranienburger Strasse.
All'inizio della seconda guerra mondiale, i nazionalsocialisti usarono l'edificio, nel periodo della RDT vi si trovava la Confederazione Sindacale Libera Tedesca. L'edificio era stato gravemente danneggiato durante la seconda guerra mondiale e, dopo la riunificazione, l'area che occupava era divenuta centrale e ambitissima, decisero quindi che dovesse essere abbattuto. Ma prima alcuni artisti occuparono il Tacheles, e così fu dato agli occupanti in autogestione come atelier di artista. L'edificio fu dichiarato monumento storico. Poi nel 2012 fu sgombrato per far posto alla speculazione edilizio e al boom immobiliare, che ha cambiato il volto e forse l'anima della città.
English
Work on the basis of a historical photos of a window of the Tacheles in its golden years, which I took when it was still occupied by artists from all over the world. I was on the sidewalk in front of the main facade in the spring of 2008. The photos are on satin aluminium with acrylic and gold leaf interventions, 11x15.5 cm- Single photo, 300 euro - for more information fernandamancini8@gmail.com
For many years, the Kunsthaus Tacheles in Berlin Mitte (a building occupied only by ateliers and full of ferment and ideas, an experimental workshop) has been home to many artists from the alternative art and cultural scene from all over the world.
The building on Oranienburger Strasse only took the name Tacheles in the 1990s on the initiative of an artist. It was one of the passageways, built at the beginning of the 20th century, leading from Friedrichstrasse to Oranienburger Strasse.
At the beginning of the Second World War, the National Socialists used the building. During the GDR period, the German Free Trade Union Confederation was located there. The building had been badly damaged during the Second World War and, after reunification, the area it occupied had become central and coveted, so they decided that it should be demolished. But first some artists occupied the Tacheles, and so it was given to the occupants in self-management as an artist's studio. The building was declared a historical monument. Then in 2012 it was cleared to make way for building speculation and the real estate boom, which changed the face and perhaps the soul of the city.
#Tacheles #Kunsthaus #Berlin #Denkmal #fotografia #Arte #artista #Kunst #Künstler #Friedrichstrasse #Oranienburgerstrasse
mercoledì 22 aprile 2020
Opere - Werke Fernanda Mancini
fernandamancini8@gmail.com
Fruehling (Psyche), Tusche, Tinte, Lack, auf Papier, cm 56x78, 2020
O.T., Acryl, Tusche, Aquarell, auf Jute, cm 130x120, 2019
Autunno con foglie, foglie su carta fatta a mano, cm 77x48, 2019
Piume in Ottagoni, china, carta trasparente, piume, plastica, su carta fatta a mano, cm 78x56, 2020
Scheletro Iconico, gesso, cartoncino, su carta, cm 57x77, 2020
Fruehling (Psyche), Tusche, Tinte, Lack, auf Papier, cm 56x78, 2020
Herbst Autunno, Kunststoff, Blaetter, Lack, cm 33x21x10, 2020
Winter, Kunststoff, Blaetter, Zweige, Acryl, Lack, cm 33x20x9, 2020
O.T., Acryl, Tusche, Aquarell, auf Jute, cm 130x120, 2019
Bozzolo con gocce grigie,
china, acrilico, acquarello, su carta fatta a mano, cm 56x78, 2020
Due Bozzoli, china, grafite,
su carta artigianale, cm 78x56, 2020
Autunno con foglie, foglie su carta fatta a mano, cm 77x48, 2019
Piume in Ottagoni, china, carta trasparente, piume, plastica, su carta fatta a mano, cm 78x56, 2020
Scheletro Iconico, gesso, cartoncino, su carta, cm 57x77, 2020
Text "Orte und Zeiten der Ikone" von Mariano Apa
Fernanda Mancini Orte und Zeiten der Ikone
Mariano Apa
2018
Im Lauf der Jahre haben die Erkundungen, die Fernanda Mancini im Dialog mit der Kunst unternommen hat, zu einem ihr eigenen, kohärenten und schlüssigen kritisch-ästhetischen Ganzen geführt, zu der geglückten Darstellung eines künstlerischen Raumes, in dem die Emotion ihre vielfältigen Intentionen zu einem reifen Ausdruck bringt.
Es geht der Künstlerin nicht darum, Theorien und
Praktiken der Kunst historisch-kritisch nachzuvollziehen, vielmehr möchte sie
in ihrem eigenen Bewusstsein die Ernüchterung über verbrauchte und korrodierte
Kategorien und Weltanschauungen reifen lassen, dadurch den nihilistischen
Stillstand überwinden und neu beginnen, mit einem anderen Blick in ursprünglichem
Licht. Jeder Künstler strebt nach Identität, mit einer eigenen Form in Sprache
und Stil, der seine besondere Sichtweise zum
Ausdruck bringt. Fernanda Mancini schafft einen ikonographischen und
ikonologischen Bereich von Zyklen, Volten, um in einem weitreichenden Panorama
eine Vollkommenheit zu beschreiben, die in den einzelnen Schritten und im
Ganzen ihre besondere Originalität hervorhebt.
Im Lauf ihres Lebens hat sich die Künstlerin intensiv
mit Blauen Reitern und Paladinen der Alchemie, Surrealisten am Hof von König
Apollinaire und der italienischen und europäischen Neoavantgarde
auseinandergesetzt und so zu ihrer eigenen originellen Arbeitsweise gefunden, in
der künstlerisch-kulturellen Realität der Kunst und der Tradition der
Europäischen Avantgarden zwischen Anfang und Ende des 20. Jahrhunderts. Sie hat
sich dabei ganz eigenen Studien gewidmet und mit Hingabe ihr eigenes Wirken
vorangebracht.
Papier, Leinwand, Karton und Terracottablatt sind auf
einer Fläche ausgebreitet oder hängen an einem Faden in der Luft und schweben
in dem sie umgebenden Raum. Mit diesem Raum treten sie in einen Dialog,
beginnen eine Interaktion wie bei einer Performance. Dazu bedarf es objektiv eines
bestimmten Materials, doch die Künstlerin verwandelt es und setzt dabei eine
Art heiliger Repräsentation von „Raum und Zeit“ in Szene.
Das magnetische Feld der Archetypen, in der Tiefe
der sorgfältig im Innern bewachten Realitäten eines jeden von uns, kommt an die
Oberfläche als Bedingung der Welt der Erscheinungen, es entzündet sich in dem
Bild, das durch die Formung des künstlerischen Prozesses bestimmt wird. Kleines
und offenes Blatt, Unendliches im Endlichen, Blatt und ganzer Baum: die
inzestuösen Verweise im Atelierraum schweifen von Wand zu Wand und rufen einen
ikonographischen Enzyklopädismus hervor, der „Ohr“ und „Gefäß“ in die
Ikonographie des Empfangens einbezieht, dort wo zwischen Theologie und Alchimie
oberhalb eines laizistischen Altars schimmernd das Blau einer Unbefleckten
Jungfrau Maria entspringt.
Die Materialien ordnen sich der mentalen Struktur
der Zeichnung unter. Sie sind auf der Oberfläche als fester, flüssiger oder
luftiger Raum aufgebracht, auf nichts anderem als Karton oder Leinwand. Die
Elemente entstehen wie ikonographische Realitäten und erzählen den
ikonologischen Transfer. Das niedrige Profil des Horizontes kontrastiert mit der
Krümmung der Linien, die in Harmonie mit dem räumlichen Klang der Feder nach
oben streben: Leichtigkeit des Bildes und Bedeutung des Fliegens und lebhafter Körper des luftigen
Geschreis der Bewegung, wie zwischen wiederholten Senkrechten und Kreisen, der Oberfläche
aufgeprägt. Hier ein Kreuz und eine Wand, eine Wirklichkeit aus Licht und
Schatten, um die Transparenz angesammelter Zeiten zu durchdringen. So verkünden
Kugel und Würfel, indem sie die Erinnerung Picassos in der Fünften Elegie von
Rilke wachrufen, eine Geometrie der zeitlich-räumlichen Ordnung. Kugel aus
Zeichen und Kugel aus Farben. So trägt
die farbliche Masse – Rot, Schwarz, Gelb - die Vorstellung von Gewicht und
ikonographischer Tiefe in sich, die das Gezeigte in Erzählungen über antike und
zeitgenössische Symbolik und Theologie sowie antike und zeitgenössische
Philosophie umwandelt.
So variiert das Kreuz je nach den Hinweisen
früherer Deutungen, und Mancini wendet sich den verlorenen Schriften René
Guénons zu, ein Orient ohne Orientalismus, und liest sie ganz neu. Sie entdeckt dabei wieder die wunderbaren
Miniaturen des vergessenen Katalonien, des früheren Florenz; dort wo sie es
wagt, wahres Schreiben und wahre Malerei zusammenzubringen, verweist ein Poem auf
ein Bild, und die räumlichen Koordinaten wachsen, angeregt von den Wahrheiten
der Schönheit.
Papier in Streifen verkleinert die Räumlichkeit der
Kreuzung von Vertikale und Horizontale und das bedeutsame Rot betont das Licht
des wiederholten Opfers: So zeigt sich auf ähnliche Weise ein „byzantinisches
Kreuz“ im smeriglio della pietra
levigata in sfera incastonata als
kostbares Kreuz der Spiritualität der griechischen Orthodoxie, das in der
Transparenz einer hieratischen Bedeutung des vollkommenen Bildes zum Ausdruck kommt. Schoß der Erde, Schoß der
Hirnschale der Erde, zu bewachen und ausersehen, tiefstes siderisches Hören entstehen
zu klassen: Schoß und Ohr, Mund und Auge; Risse und Gefäße, um die Vorstellung
der Materialanhäufung zu bewahren, das Erzählen, die Fähigkeit, die Elemente
der archetypischen Phänomenologie zu benennen.
Die Struktur des Unbewussten ist in den Werken von
Fernanda Mancini lebendig. Es findet sich dort die Einordnung der
Ikonographien, auch der Bedeutung und des Wertes der Alchemie; es geht in ihren
Werken jedoch darum, die Ikone der Seele derselben Ikone zu schaffen, so dass
das Bild auf nichts anderes verweist als sich selbst, um alle Hinweise zu
versammeln und gleichfalls die Wege zur Bedeutung des inneren Reisens eines
jeden offen zu halten.
Bei dieser Arbeit zwischen dem Bild des Archetypus
und der Wirklichkeit der poetischen Emotion innerhalb einer nie unterbrochenen
philosophischen Reflexion bringt Fernanda Mancini in ihrem Werk die Suche nach
einer Laizität der kompositorischen Verinnerlichung zum Ausdruck, die sich mit
der Innerlichkeit eines religiösen Werkes verbindet, das historisch das Wagnis
eingeht, sich „Göttlicher Kanon“ zu nennen – wie Lenz und Serusier es am Anfang
der Beuroner Kunstschule forderten – dort wo zwischen den wiedergefundenen
Wurzeln der historischen Avantgarden Mancini mit dem Vergnügen erfüllter
Bestrebung in einer Serie von Werken den „Esprit Nouveau“ des „Modulor“ von
Corbusier bewahrt.
Das gelungene Gefüge der Werkzyklen von Fernanda
Mancini zeigt die Bedeutung des Wundersamen,
in dem die Malerei weisheitlichen Wert erlangt, wo die Poesie des Weges die
Emotion der Farbe erzeugt, wie hingeworfen mit der Einfachheit einer gekonnten
Geste, spontanem Handeln. Materie wie
Mutter, und so bringt Fernanda
Mancini die vielfachen Anordnungen der Sequenzen von Darstellungen,
Ikonographien und malerischen Erkundungen dazu, sich zur Tradition in Beziehung
zu setzen und zur kompositorischen Eleganz wie vom Würfel/Quadrat zur Kugel
/Kreis in einer Pyramide /Dreieck; hier schließt sich die Serie der Kreise einer
Einheit von Absichten und einem aussagekräftigen Werk an, in der Ausübung der Kunst,
bei der Fernanda Mancini die Wege ihrer Recherchen zusammenführt. Bei der
ergründeten Einheit des Werkes nämlich, der Wirklichkeit einer menschlichen
Darstellung, die den Wert eines religiösen Bildes hat, als säkulare und heilige
figürliche Darstellung der Weisheit, die bestrebt ist, gerade in der Ikone zum Ausdruck zu kommen.
(Ueberstzung von Christiane Landgrebe)
Mariano Apa "Fernanda Mancini Luoghi e tempi delle icone"
FERNANDA MANCINI
LUOGHI E TEMPI DELLE ICONE
Mariano Apa
Nel corso
degli anni il ricercare nelle terre e nelle acque delle arti e il confabulare
con l’arte e il trovare dell’arte, han condotto Fernanda Mancini ad una sua
coerente e giustificata compagine critico estetica, pervenendo ad una felice
rappresentazione di uno spazio d’arte dove l’emozione conduce a maturità di
espressione la plurale disponibilità delle proprie intuizioni.
Non si tratta di rincorrere le quantificate cataste accumulate
dai calendari degli inquadramenti storico critici; si tratta per l’artista
nella propria coscienza di far maturare un disincanto che traduca la bonaccia
nichilista in frescura aurorale, là dove lo sguardo raccoglie i suoi tutti degli inizi. Ciascun artista ambisce alla identità della propria forma,
del linguaggio e dello stile, che dimostri il proprio vedere. Così Fernanda Mancini realizza uno scomparto di cicli
iconografico iconologici volti a definire, in una prospettiva di ampio respiro,
la qualità di una eccellenza che infine proclama nei propri lavori la propria
specifica unità.
Il lavoro è sostenuto da una solida impalcatura filosofica,
ma Mancini lascia sciogliere, al tempore delle colle calde e delle terre
macinate e impastate, i pericoli ideologici delle costrizioni figurativamente
programmate. Nell’abbandono all’imprevisto sorge in Mancini l’immagine che
permette all’artista di svolgere il proprio racconto e di affabulare lo
spartito di colori e rimandi ancestrali per evocazioni di colori e suoni
sussurrati o declamati, mai costretti e sempre liberati; per una pittura liberante che libera.
Affinando il pensare filosofico alla lettura di scritture “epico/
epocali” – da Rilke a Mann, ad esempio – Fernanda Mancini evita le domande
della tradizione concettualisticamente tautologica e si innerva per sentieri che, tra il trascorso
heideggeriano del sentiero interrotto
ed eventualmente anche comunque dove l’essere risulta del sentiero ritrovato, svelano l’intrico felice
dell’essere l’arte un Bosco Sacro
dove, se pur inconsciamente, si rincorrono le sapienze di Puvis de Chavannes o
i funambolici deliri misticheggianti di Joséphin Péladan; da cui i sali caldissimi
delle saune francesi, a Parigi in Estate, che nell’opera di Fernanda Mancini si
convertono nelle fredde stanze tedesche – con gli Inverni di Weimer e Munchen – dove
pensano e respirano Wolfgang Goethe e Franz
von Stuck: così che l’insieme della ricerca di Mancini sembra quasi come
pervenuta ad una sua originale riscrittura del rivisitato Wilhelm Meister.
Di là dalla burocratica referenza filosofica, il tema dei
racconti nelle opere di Fernanda Mancini si fanno carico del proprio ragionare
filosofico spurgando le pesantezze ideologie e aspirando alla leggerezza della
spiritualità, convenendo così alla trasparenza del beuysiano veltro dei piombi
tramutati in oro, secondo le indicazioni del pensiero alchemico che, più volte
spesso, non viene taciuto e non viene interiorizzato come nel genio di Duchamp dove
si proclama che l’unico modo di fare alchimia, era nel farla “senza saperlo”. Tra la consapevolezza
del conoscere e la genuina laica
santità del “non saperlo” scorre il
fiume dei calendari con cui “ci segnamo
la croce”. E rimane accertata quanto del praticare l’arte sia un tentativo,
riuscito ed anche non-riuscito, che a ciascun compete secondo la propria divina
grazia al confronto della propria sincerità; imponendosi costì la radicale e
leggerissima domanda che Rilke si poneva per porla a ciascun di noi:
“Chi, s’io gridassi,
mi udrebbe mai dalle sfere
degli angeli ? E se
pure d’un tratto
uno mi stringesse al suo cuore: perirei della sua
più forte esistenza. Poiché del terribile il bello
non è che il principio, che ancora noi sopportiamo,
e lo ammiriamo così, ché quieto disdegna
di annientarci. Ogni angelo è tremendo.
E così mi
trattengo e serro in gola il richiamo
Dell’oscuro singulto.” ( in traduzione da A. L. Giavotto Kunkler, in
edizioni Einaudi al volume secondo delle “Poesie” curate da Baioni e Lavagetto
).
Il tremendo della bellezza compone una teoria della poetica entro cui anche
contraddizioni di termini e di categorie e di sensibilità convergono ad una
facoltosa unità che misericordiosamente tutto abbraccia e tutto converte – dal
piombo all’oro, dalla notte al giorno, dalla nuvola alla pietra -, la capace
espressione dell’immagine diventa la sequenza dei tempi nel tempo, così da
curare nel tempo il luogo dell’immagine come visiva realtà del racconto. Presa
nell’incantamento della pasta della pittura, delle terre macinate e impastate e
dei lasciti dei tubetti lavorati tra colle e diluenti, Fernanda Mancini elabora
la sua propria litania alla realtà invisibile
del reale del mondo vissuto,
mostrandoci per immagine la intimità del reale svolto nella fenomenologia del
quotidiano e nella condizione del tempo di durata percepito e inseguito. Pittura
di pensiero filosofico e di realtà poetica, e di filosofia e di poesia riscontrabile
nelle tracce edotte nella geografia culturale tra Germania e Italia, tra Parigi
e Roma; per poter finalmente abbandonarsi dunque infine alla realtà della
terra, della colla, del diluente, della carta, con la tela, fili di ferro,
terrecotte, smalti e coprenti, velature di conservanti e di quanta altra
strumentazione che dei materiali tutti rende edotta la giustizia della pratica artistica. Fernanda Mancini
nella pratica artistica, nella
materia delle pratiche artistiche, canta il proprio canto di ricerca filosofica
e poetica, sicchè il fare si rende propenso alla analogia con il cantare e lo scrivere
e l’ascoltare, il parlare, il pensare; Mancini rende nelle sue opere edotte le
forme e i colori alla condizione geroglifica del fare le immagini in quanto
fare la scrittura e fare di canto e del costruire il suono.
Assorbendo di stagione in stagione, ora Cavalieri Azzurri e
Paladini dell’Alchimia, ora Surrealisti alla corte di Re Apollinaire; ora
entrando ed uscendo dalle italiche compartecipate della Neoavanguardia europea;
Fernanda Mancini si è educata ad una propria disciplina, ad una sua propria
originale pratica di studio entro e dentro la compagine della realtà artistico
culturale in questo versante dell’arte che si riferisce alle tradizioni delle
Avanguardie Europee, tra inizi e fine del secolo Ventesimo, quali referenze da
evocazione storica dentro un proprio originale percorso di studio e di
abbandono alla felice messa in opera del proprio suo disegnare.
La superficie del piano diventa campo magnetico del colore
da dove ermeneuticamente prende corpo la figura
e dunque la immagine che si proclama
aspirando alla realtà dell’icona che
ha valore di un assoluto spirituale; così in quanto anche a concludere,
dell’artista il suo lavoro nella pratica d’arte, le realtà procedurali della
condizione pareysoniana del suo, dell’arte, essere in un procedimento di formatività.
La carta e la tela e
il cartone e il foglio di terracotta, sono ora distesi su piano ora appesi al
filo sospesi nell’aria a prendere il campo dello spazio attorno e con questo
spazio attorno a dialogare e interagire come in una quasi azione performativa:
sospeso filo scritto sul vuoto, sospeso e appeso sospiro dell’immagine cercata
e non trovata, trovata a e non presa, in una “partita a tennis senza la palla”
– docet Antonioni -. Il supporto è oggettivamente necessario ma
l’artista lo trasfigura e ne mette in scena una sorta di sacra rappresentazione
dello “spaziotempo”: Fernanda Mancini esula il piano e ne intuisce la
fantastica configurazione “tempo spaziale”. Il campo magnetico dell’archetipo
nel profondo delle siderali realtà intimamente custodite da ciascun di noi,
emerge dalla superficie come condizione del reale fenomenico ma avvampa e si
infuoca nella immagine dettata dal figurare della elaborazione artistica.
Foglio stretto e aperto, infinito nel finito, foglia e albero tutto intero: i
rimandi incestuosi nella stanza dell’Atelier divagano da parete a parete
innervando un enciclopedismo iconografico che chiama in causa “Orecchio” e
“Vaso” nell’iconologia del recepire, là dove tra teologia e alchimia,
effervescente da sopra un laico altare scaturisce l’azzurro di una Vergine
Maria Immacolata.
La pratica artistica di Fernanda Mancini svolge con felice
predisposizione una campionatura iconografica dettata dal rimando iconologico,
secondo relazioni storiche e filosofiche e teologiche accertate non nella
amministrazione scolastica bensì nella ispirata e seducente partecipazione
emotiva, rispetto alle tematiche di cui per attenzioni e per sensibilità
l’artista nelle sue opere sembra come sussurrare e mostrare così le tematiche
ancestrali e le archetipicali conferenze partecipate a Berlino o a Monaco. Il
pennello diluisce sazio scorribande di pennellate spaziali e diluiti cannelli
di colore – “Trittico” con inchiostri e matite e acquarelli su carta Fabriano o
su carta Cinese – ad organizzare pulsioni delle profondità della superficie
come ad immergersi l’artista dentro le profondità dell’Essere. Acrilici e cere,
inchiostri e matite: e crete su carta, ferri e piume di volatile, fotocopie.
I materiali si assoggettano alla struttura mentale del
disegno. I materiali sono disposti sulla superficie come spazio solido,
liquido, aereo: tutto tranne che supporto cartaceo o di tela. Gli elementi
vengono a costituirsi quali realtà iconografiche a narrare il trasporto
iconologico. Il basso profilo dell’orizzonte contrasta con l’arcuazione di
linee volte al diapason del suono spaziale della piuma in alto: leggerezza
dell’immagine e valore del volo e corpo vivo dell’aereo vociare del movimento
come tra verticali ripetute e circonferenza impressa al volto della superficie.
Ora una Croce e una parete, una realtà di luce e di ombra per attraversare le
trasparenze dei tempi accumulati. Così la sfera e il cubo, ordinando il ricordo
di Picasso in V° Elegia rilkiana, declama una geometria della significazione
spaziotemporale. Sfera di segni e sfera di colore; così che la massa cromatica
– rosso, il nero, il giallo – comporta l’idea del peso e delle profondità delle
iconografie che convertono il loro mostrarsi in narrazioni di simbologie e di
teologie e di filosofie antiche e contemporanee.
Ed ecco, dunque, la Croce che varia nella declinazione dei
rimandi ancestrali, come che Mancini si produca a rileggere i perduti scritti guénouniani
di un Oriente senza Orientalismo. E recuperi, invece, le fantastiche miniature
della Catalogna dimenticata, della Firenze ancestrale; là dove ardisce ad unire
scrittura – vera – a pittura – vera – così una poesia dimostra l’immagine e le
coordinate spaziali diventano il crescere ordinato delle verità della Bellezza.
Carte in striscia minimalizzano le spazialità dell’incrocio
tra verticale e orizzontale e il significante rosso detta la luce del
sacrificio ripetuto. Così, similarmente, una “Croce Bizantina” si esalta nello
smeriglio della pietra levigata in sfera
incastonata come preziosa Croce della spiritualità della ortodossia Greca
raccontata nella trasparenza di uno ieratico significato del disegno perfetto. Grembo di Terra, grembo di
scatola cranica della Terra a custodire e a far crescere ascolti siderali,
profondissimi: grembo e orecchio, bocca e occhio; fessure e recipienti a
custodire il fantasticare dell’accumulo, del raccontare, del poter felicemente
nominare gli elementi della fenomenologia archetipale.
L’impiego del Vaso Alchemico impone in sintesi il fare Post
Concettuale dell’artista. Ed ecco che fotocopie e pittura, immagine di
fotografia e immagine dipinta vengono a mostrare la ricerca plurima della
contaminazione critica dei materiali quali elementi della cosmologia alchemica.
In alcune opere recenti la figura di intarsio e di composizione si aggrega come
per una rappresentazione della messa in scena della sacralità del mondo in
quanto Sacra Opera. Immagine
articolata nella profondità delle iconologie tenute a bada nella legge delle
simmetrie relazionate. La struttura dell’inconscio vive nella realtà dell’Opus,
così nel Vaso persiste il Macinino duchampiano e vive e rivive, dunque, il
rimando junghiano al Mandala e all’alchemico Vaso quale realtà della Anima,
dunque ancora, Anima Mundi. Ma nelle opere di Fernanda Mancini non si evince un
rubricare le iconografie anche di significato e valore alchemico; si tratta in queste sue opere,
invece, di realizzare l’icona della anima dell’icona medesima, così che l’immagine
non rimanda ad altro che a se stessa, per poter raccogliere tutte le
indicazioni e lasciare aperto altresì, così, le strade alla significazione, a ciascuno,
del proprio viaggiare interiore.
In questo lavorare tra immagine dell’archetipo e realtà
della emozione poetica all’interno di una continuamente sostenuta riflessione
filosofica, Fernanda Mancini esprime nella sua opera la ricerca di una laicità
della interiorizzazione compositiva che si sposa con la interiorità di una
composizione religiosa che ha storicamente l’ardire di definirsi “Canone Divino”
- così come dettato da Lenz e Serusier
nella incipit ancestrale della Beuronschule -
là dove tra le radici individuate dalle Storiche Avanguardie si è guardato
con il diletto della soddisfatta aspirazione, come tra le altre esperienze
storicamente individuate, ecco testimonia – ed è da Mancini risolta in una
precisa sequenza di opere – l’ “Esprit
Nouveau” del “Modulor” lecourbusieriano.
Le felici compagini dei cicli delle opere in sequenza di
Fernanda Mancini dimostrano delle sue opere il significato del mirabile dove la pittura acquista valore
sapienziale, dove la poesia del tracciato informa l’emozione del colore come
gettato nella semplicità propria di un gesto esperto, di un fare spontaneo. Materia come Madre e, dunque, ecco che le plurali disposizioni delle sequenze di
rappresentazioni e di iconografie e di ricerche di pittura, nelle sue opere,
sono da Fernanda Mancini condotte ad esprimersi nelle relazioni delle tradizioni
e classicità compositive, come dal cubo/quadrato alla sfera/ cerchio dentro una
piramide/ triangolo; e dove la sequenza dei racconti dei cicli che sono
realizzati, giungono ad una unità di intenti e di confermata e realizzata opus, nella pratica artistica dove Fernanda
Mancini fa confluire - e quindi dove sfociano e fa convergere -, i suoi
percorsi nella ricercata unità dell’opera in quanto realtà della raffigurazione
umana dal valore di religiosa immagine, quale laica e sacra rappresentazione
figurale, in quanto della sapienza aspira a manifestarsi propriamente sua icona.
"L'arte di Fernanda Mancini:il silenzio dalle molte lingue" di Stefania Salvadori
L'arte di Fernanda Mancini: Il silenzio dalle molte lingue
Stefania Salvadori
Il saggio di Stefania Salvatori per la presentazione del volume curato da Mariano Apa "Fernanda Mancini. Il pensare le immagini è il luogo e il tempo delle icone", 5 giugno 2019
*
*
Voglio
dire che mi è molto piaciuto approfondire ancora l'arte di Fernanda Mancini che
già conoscevo, in occasione della presentazione di questo ricco catalogo che
testimonia la sua ricerca costante e fonda. Come mi è già successo per altri
suoi libri, prima di ogni altra cosa mi arriva un'emozione difficile da
descrivere, che ha a che fare, per come la riconosco, con l'emozione dell'arte,
in particolare visiva, quando esplora zone nuove. In questo caso il suo modo di
ascoltare e disegnare "il silenzio dalle molte lingue", come dice
l'inizio di una sua poesia, qualcosa di sconosciuto ma intuito, senza la paura
di non trovare: SE TACE LA PAROLA/parla
il silenzio dalle molte lingue/dà voce al dimenticato/ negletto /inconosciuto /…
dà spazio al legame. Secondo me è centrale il riferimento al concetto di "legame".
Ci tornerò più volte.
Le sue
sono immagini chiare, antiche, eppure enigmatiche, realizzate con materiali
diversi, con particolari inaspettati, a volte di freschezza commovente.
Artista e
studi filosofici, colta per sincera curiosità, paziente, viene rapita da
un'iscrizione arcaica o dal dettaglio che scopre nel leggio dipinto in un
quadro, Fernanda si dimentica del tempo per scoprirne il senso, a cosa si
riferisce, e si fa domande sui simboli, e le associazioni la portano lontano. Perché
riguardano proprio le immagini essenziali, semplici e dense che produce quando
lavora: il pesce, l'albero, le forme della geometria di Pitagora, la
prospettiva del Rinascimento, l'Angelo e illuminazioni poetiche. Su tutto
questo schizzi della sua bizzarra ironia. Disegna cercando, senza nascondere il
suo girare intorno. Il suo approfondimento su quello che le viene in mente dura
mesi, e si arricchisce e devia in tante direzioni. A volte fa capire il
processo che segue, per esempio nel suo libro Stanze d'Angelo, dove con sorpresa ho trovato le fotocopie delle
cose difficili che ha letto, le sue sottolineature, quello che l'ha colpita in
assonanza con le sue immagini.
La sua
ispirazione la spinge a entrare spesso nel mistero che sente grande della
dimensione religiosa e dei suoi simboli. Con cura e dedizione sacerdotale nell'universo
del sacro Fernanda trova molte delle sue immagini e parole.
Ma per
capire come si dipana il suo per me imprevisto filo di pensiero nel tempo del
suo riflettere, e per entrare nello spessore della sua ricerca, ho cominciato a
chiederle a cosa si riferisca questo o quel lavoro. Ogni volta una sorpresa,
come quando si aprono le scatole cinesi. Questo scambio è quello che voglio
portare, presentando 6 suoi lavori, per cercare di trasmettere in parte la
densità della sua arte e permettere di entrarvi.
Per
esempio (a pagina 20) Metamorfosi, del
2018, dove sullo sfondo si vede la fotocopia su un trasparente della silhouette
in controluce di Apollo che insegue Dafne, e in primo piano il disegno a china
di un cespuglio di sangue da cui esce un sottile filo rosso.
Il
racconto di Fernanda è come pensa un'artista, per associazioni e salti, con una
sua logica ma speciale. Quando riesco a seguirla e trovo il bandolo del suo
sapere, mi apre uno sguardo nuovo che stravolge addirittura il modo con cui ho inteso
sempre la scultura di Bernini, vista infinite volte. Io ho sempre capito la
tremenda e prepotente violenza del dio sulla ninfa, tanto da costringerla
addirittura a preferire di rinunciare alla sua natura e diventare albero, pur
di non soccombere.
Invece
Fernanda entra dentro il mito di Ovidio ripreso dal Bernini capendo la cultura
di allora, tutt'altra cosa rispetto alle mie impressioni esteriori. Una
mentalità che sente la Natura come forza vitale, fisica e spirituale insieme (e
qui c'entra il riferimento al "legame" a cui alludeva la poesia), non
c'è separazione né differenza di sostanza tra fisico e spirituale. In un'altra
poesia insatura sulla Natura Fernanda scrive:
E quando tutto era fuoco/ com'era
la Natura/ col vento parla adesso/ e l'ombra e l'acqua/ e prima del fuoco
ancora/ cos'era che parlava/tutta la sua potenza/come si esprimeva/perché sta
certo/ che prima della pietra…/quest'unità
in fermento senza posa/che guizza in mille modi/pensiero pensato che si
pensa.
Una Natura
potente in fermento che guizza in mille modi, non divisa in mille nomi
catalogati come sarebbe dalla cultura attuale, piuttosto dentro una concezione più
simile alla fisica einsteiniana che sa immaginare la materia fatta di luce e di
energia, ipotizzare il vuoto vertiginoso
e attrattivo dei buchi neri, e dimensioni parallele con un diverso senso del
tempo. Natura come metamorfosi, trasformazione continua tra materia e spirito, il
cui confine è tracciato da leggi fluide fra vita minerale, vegetale e animale. Ecco
di nuovo il "legame". Dunque
Apollo-spirito agogna unirsi a Dafne-materia, e la forma trasformata Albero
dove lei arriva a vivere ed essere, permetterà ad Apollo di restare sempre alla
sua ombra, come dice Ovidio. Questo processo non avviene in modo idilliaco, le
trasformazioni sono paura, perdite e dolore. Violenza. La vita sanguina, è
fatta di sangue, così capisco ora il cespuglio rosso, il sangue è vita che si
aggruma e diventa ramo che va oltre il quadro, un unico filo rosso che unisce
passato presente e futuro. Tutto questo riguarda anche noi adesso, pensa
Fernanda, è la nostra stessa natura.
In Trittico, (pag 22) del 2014, di nuovo Fernanda dà forma in
un'unica immagine in modo condensato alla sua attrazione per i modi antichi di
intendere la scienza, che sanno ancora tenere insieme materia e spirito. Ci
sono 3 cerchi che alludono alla Geometria dove il cerchio è forma di
perfezione. La materia pittorica che
riempie i 3 cerchi emoziona per la sua fluidità. Fluidità che concretizza la
ricerca degli alchimisti, i 3 stadi di trasformazione che partono dal cemento per
arrivare all'argento e ottenere finalmente l'oro. Se tace la parola una sola immagine
può parlare lingue che legano insieme livelli tanto diversi!
In Geometrie (2014) colpisce il modo
sintetico eppure misterioso in cui Fernanda ci porta nel mondo degli
Universali. Condensa una visione della legge fondamentale che regola l'universo
con un Quadrato geometrico nero che si trova dentro a uno spazio tridimensionale
altrettanto nero e piatto. Entrambi astratti dunque, si distinguono e si
assomigliano per i loro sottili confini fatti di colori. Il moltiplicarsi del Quadrato,
porta al formarsi dell'ottagono, il cui ulteriore moltiplicarsi arriva finalmente
al Cerchio. Il Quadrato è dunque, come il Cerchio, anch'esso figura perfetta,
magica. Fernanda qui sta facendo un'equivalenza: il Quadrato come l'Uomo in
relazione con la divinità, materia e spirito. A me stupisce molto questo modo
di riuscire ad immaginare la complessità del Cosmo, spirituale e materiale,
nella sua pura essenza!
Un'altra
avventura che ci affonda nel trascendente si svela nelle varie Madonne marine del 2017 (da pagina 24 a
pagina 27): il ritaglio di un'Annunciata sopra il suo leggio, di un pittore fiammingo
del '400. Sono le pareti del leggio dipinte con draghi e gamberi che hanno catturato
in particolare la curiosità della Fernanda indagatrice, perché sono proprio le
immagini che a lei vengono in mente. Vi riconosce allusioni al serpente e al
Male, ma in quanto richiami marini anche al Pesce. Gli opposti insieme. E
queste coincidenze la portano a studiare.
Le
lettere di cui è formata la parola Ichthys,
in greco pesce, stanno per Jesùs
Christòs Theù Hyiòs Sotèr Gesù
Cristo figlio di Dio Salvatore. Il pesce è il simbolo più antico della prima
cristianità, e si condensa tutto dentro la parola. Cristo nasce nel passaggio
alla costellazione dei Pesci. Jung lo interpreta nel senso alchemico del
passaggio in cui il pesce che abbocca, cioè dal fondo è portato alla
superficie, allude a un nuovo contenuto che emerge dalla profondità dell'inconscio
alla coscienza dell'umanità.
Fernanda
interpreta allora la compresenza degli opposti, drago e pesce, questo elemento
conflittuale, non come una lotta fra Male e Bene, piuttosto come l'indicazione
che il Drago è lì a guardia del Pesce. Bisogna conquistare la chiave del tesoro
prezioso difeso dal Drago, non è automatico arrivare al Bene. E' in questo
senso che gli opposti funzionano dinamicamente insieme.
E sopra
il leggio la Madonna, che anche porta con sé un'onda di significato. Matrix,
matrice, produce 2 ma resta 1. La Madonna è un principio di creazione, è legata
alla determinazione del concreto, alla materia. La Madre è la legge
fondamentale della vita, e accoglie il nuovo, l'altro, che è sempre un oltre, perché
è quello che lei non è, ma nel momento in cui lo accoglie diventa l'altro, così
che anche lei cambia. Madre e Figlio si confondono e sovrappongono, entrambi elementi
di salvezza. Materia e spirito, metafora di un processo circolare.
Nella
poesia RISVEGLIO Fernanda scrive: Per primo apparve il figlio/pesce del lago
fondo/dormiva col serpente/attorno ai grani d'oro/seguì la madre poi/senza
generare/ordinò tutte le cose/a tutte diede senso/seduta nel gran manto/in
centro/al cuore della lingua/ a dire lo stupore/delle stelle in cielo.
Il
lavoro Pesce Pietra del 2017 (pagina
26): è una forma di pesce semplificata su cui si disseminano tante
pietruzze. A Fernanda interessa il fatto che la
pietra, anche il più minuscolo frammento, si compone come i pianeti, è della
loro stessa sostanza cosmica. Nell'alchimia è pietra filosofale, inizio e fine
della conoscenza, percorso di crescita che cerca il mistero della vita. Anche Hegel
pensa che la pietra finale sia la stessa di quella dell'inizio, ogni singola
pietruzza ha in sé tutto quello che diventerà, il cambiamento si sviluppa dall'interno.
La Pietra come l'uomo sulla terra. Nella tradizione alchemica Cristo è la
Pietra, il pesce è la pietra, il pesce è Cristo.
Dunque,
pensa Fernanda, da quando c'è una traccia dell'uomo sulla terra, si trovano simboli che rimandano al rapporto
con il divino. L'uomo e la divinità sono da sempre stretti in un "legame".
"Non
so cos'è l'umano, cos'è questo mistero? Non so se c'è un dio".
Ogni
artista ha il suo mistero che chiama, a cui non si può sottrarre. Può
affrontarlo solo con la poesia e l'immagine.
Per ultimo mi viene da descrivere Sfera situata rossa, del 2014, (pagina 23). La sfera alchemica questa
volta si trova dentro lo spazio prospettico del Rinascimento, su fondo nero,definito
con 3 linee nelle direzioni di altezza, larghezza e profondità. Quello che mi
colpisce è il disegnino, che si vede a fatica, come un graffio, di un piccolo
rettangolo un po' storto. Quel tratto incerto mi pare metta in discussione
tutto l'impianto, nella sua esile fragilità sembra voler uscire di soppiatto da
quello spazio regolare. Lo conferma il commento spontaneo di Fernanda: "è
come la barca metafisica di De Chirico surrealista, un elemento altro in una
stanza chiusa, che rompe, apre, disturba un ordine".
E' un
attimo, e mi arriva un lampo che rischiara il sentiero complicato del pensiero
di questa artista: forse il mistero in
cui si impiglia Fernanda nel labirinto dei simboli religiosi, mitologici,
filosofici e che ci tramanda con le sue immagini straordinariamente sintetiche,
e i suoi frammenti, riguarda le tante lingue in cui si articola l'essenza della
vita. Il rapporto tra conscio e inconscio, come in uno specchio; Dio si
specchia in se stesso tramite l'Uomo, e viceversa; La materia è spirito.
E c'è anche il rettangolo, oltre il Quadrato e il Cerchio, e nel suo silenzio
Fernanda Mancini resta nel suo albero, le radici, i suoi molti rami e la vita
che scorre in esso.…
Text von Héléne Hart Die Entschlackung der Welt
"Die Entschlackung der Welt"
Helene Harth
Helene Harth
2013
(...) Um Fernanda Mancinis Bilder zu verstehen, sollten Sie aber in erster Linie Ihren eigenen Augen vertrauen, sie sollten hinschauen und ihren Empfindungen beim Betrachten dieser auf den ersten Blick geheimnisvollen Kollagen nachspüren. Was sie selbst sehen, ist wichtiger als das, was Andere Ihnen über das Gesehene erzählen, und seien es die größten Kunstspezialisten.
Ich
will ihnen deshalb auch keinen kunsthistorischen Vortrag über Fernandas Bilder
halten, zumal ich keine Kunsthistorikerin, sondern eine kunstbegeisterte
Freundin der Malerin bin. Stattdessen möchte ich Ihnen berichten, wie diese Bilder auf mich
gewirkt haben, als ich sie zum ersten Mal gesehen habe. Das war an einem tief
verschneiten Wintertag im Nationalmuseum in Stettin. Dort wurde eine
Ausstellung von Fernandas Bildern vorbereitet, die aber noch nicht begonnen
hatte. Ich war allein mit den Bildern in einem sehr schönen runden, weißen
Ausstellungsraum. Man konnte die Bilder nacheinander abschreiten wie die
Stationen eines Kreuzweges und dass von ihnen so etwas wie eine religiöse
Ausstrahlung ausging, deutete ja bereits
der Titel der Ausstellung an: Der Raum, Die Dinge, Die Fragmente. Im Bereich
des Heiligen. Der stumme Blickkontakt mit Fernandas Kollagen erinnerte mich an
eine weit zurückliegende und fast verschüttete Erfahrung, die plötzlich wieder
an die Oberfläche kam. Diese Erfahrung kann, wie ich glaube, dazu beitragen,
sich der Kunst Fernanda Mancinis zu nähern.Um sie Ihnen zu beschreiben, muss
ich allerdings ein klein wenig weiter ausholen.
(...)
Haben Sie dieses Bedürfnis nach einer Entschlackung und produktiven Verarmung
der Welt vielleicht auch schon einmal
selbst in sich verspürt? Ich selbst habe ihn mir erfüllt, als ich mehrere
Sommer mit einem Künstler in der Provence lebte. Mein Zimmer für mich allein,
um mit der Schriftstellerin Virginia Wolfe zu sprechen, war ein ehemaliger
Schafstall, ein schöner, großer Raum mit einem Fussboden aus Beton und weißen
Wänden. Es gab nur eine Holzplatte auf Böcken und ein Brett auf Backsteinen für
ein paar Bücher und einen Stuhl. Kein Telefon, kein Radio, kein Fernsehen,
keinen Computer. Die Wirkung war verblüffend: die Zeit dehnte sich ins
Unendliche. Die Stille räumte mein überfrachtetes Inneres leer und schuf Platz
für ganz neue Gedanken und Gefühle, für einen neuen Blick auf mich selbst und
meine Umgebung, sogar für eine neue Art zu schreiben.
An diese Erfahrung erinnerte mich der Anblick
von Fernanda Mancinis Bildern in dem
noch leeren Ausstellungsraum im winterlich verschneiten Stettin.
Text von Beate Eckstein "Und Fische tanzen durch die Luft"
Zu Fernanda Mancinis Werkzyklus „Tripeditrip“
Beate Eckstein
2016
In Fernanda Mancinis Papierarbeiten, die 2016 als Werkgruppe „Tripeditrip“ entstanden, gehen unterschiedliche Kunstgattungen − die Poesie von Gu Cheng, die Musik von Peng Yin und ihreZeichnungen und Collagen− eine sich gegenseitig befruchtende und sehr gelungeneBeziehung ein. Diese Verbindung von Dichtkunst, zeitgenössischer Musik und bildender Kunst erscheint in „Tripeditrip“sehr leicht und mutet fast selbstverständlich an. Das mag zum einen daran liegen, dass die Musik von Peng Yin eine ebenso kongeniale wie offen angelegte Umsetzung der taoistischen Gedichte von Gu Cheng bietet. Zum anderen ist die Verbindung von Dichtkunst, Musik und Kunst eine zutiefst in der Romantik verankerte und damit vertraute Idee, die sich in „Tripeditrip“ wiederspiegelt.
Die Grundthemen der Romantik,
Gefühl, Leidenschaft sowie individuelles Erleben und Empfinden entstanden als
Reaktion auf die vernunftsorientierte Philosophie der Aufklärung und die Strenge derKlassik. Um 1789 plädierte der Kulturphilosoph Friedrich
Schlegel, einer der wichtigsten Vertreter der „Jenaer Frühromantik“, in
seiner progressiven Universalpoesiefür
das Offene, Fragmentarische in der Dichtkunst und das freie Spiel
von Formen und Techniken. Eine normative Poetik hingegen
lehnte er ab, bietet diese doch den Gefühlen der Romantik zu viele Schranken.
Bereits in dieser Epochewurden die Grenzen sowohl zwischen den einzelnen
Literaturformenwie auch schließlichunter den einzelnen Künsten –Literatur und
Dichtung, Malerei und Musik überwunden. Auch die „Blaue Blume“, das
romantische Symbol für Sehnsucht, Ferne und Liebe, findet sich in
zahlreichen Werken der romantischen Literatur, der Malerei und in der Musik
wieder.
Ein reger Austausch zwischen
Literatur und bildender Kunst prägte dann auch die Jahre zu Beginn des 20.
Jahrhunderts. Vor allem bei den Pariser Surrealisten um André Breton undLouis
Aragon, Max Ernst, Salvador Dalí und Juan Miró bildeten die engen Beziehungen
unter den Kunstgattungen bildende Kunst, Poesie und Literatur die Grundlage für
die schöpferische Gestaltung und Bildfindung.
Für Gu Cheng (1956-1993), einem
der bedeutendsten Lyriker der chinesischen Moderne, war – und das war völlig
neu nach der Kulturevolution —das Erlebendes Individuums in und die Verbindung
mit der Natur die wichtigste Inspirationsquelle für seine Dichtung: „Ich ging
allein am Meer entlang. (…) Plötzlich öffnete sich am Rand des Himmels ein
Spalt. Ein Vogelschwarm näherte sich. Als ich sie näher kommen sah, flogen sie
direkt auf mich zu und ließen sich fröhlich singend um mich herum nieder. Ich
glaube, damals verspürte ich zum ersten Mal den Wunsch zu sprechen, denn sie
sprachen zu mir. Als sie davonflogen, hob sich die Erde für einen Augenblick
wie ein Blatt Papier. Meine Ohren tönten. Dann vernahm ich einen wunderbaren
Klang: alles, das Grass, die Luft, der Himmel, die Erde, sprachen mit sanfter
Stimme, mit Gesten von einem Geheimnis. Danach begann ich zu schreiben.“Die
Sprache in Gu Chengs Poesie scheint märchenhaft, fast kindlich, seine Gedichte
sind offen, teils fragmentarisch angelegt und handeln eben von diesen
Begegnungen mit und in der Natur – alles Elemente, die auch in der Romantik von
Bedeutung sind: „Die Stimme der Natur wurde in meinem Herzen zur Sprache. Das
war das Glück“ schreibt Cheng in einem anderen frühen Gedicht.
Inspiriert von diesen Gedichten
Gu Chengsentstand die Komposition von Peng Yin(geb. 1979 in Peking). Seine
Musiklässt bewusst genug Freiraum für Assoziationen zu, die Offenheit und
Nonkonformität der Sprache Gu Chengs wird so eindrucksvoll in Töneübersetzt: Gu Cheng erlebt den „Klang“
der Natur, den Peng Yin in Musik umwandelt und die wiederum Fernanda Mancini
aufs Papier bannt – ein wunderbares
Zusammenspiel der Künste.
Fernanda Mancini selbst stellt diese enge Verbindung aus Bild, Ton und
Sprache als Grundlage ihrer künstlerischen Umsetzung wie folgt dar: „Meine Arbeit ist inspiriert durch die Poesie Gu Chengs und Peng Yins
musikalische Umsetzung der Gedichte. Mit großer Intensität habe ich bei beiden
die Frische der Naturelemente gespürt: den Wind, das Wasser, die Bäume, in der
Musik von Peng und ebenso im Atem und Rhythmus der Poesie Gu Chengs. Ich wollte
diesen sinnlichen Eindrücken eine universelle symbolische Form verleihen, in
der das orientalische und das abendländische Denken sich begegnen können. Ich
wollte den Fluss der poetischen Worte der Gedichte Gu Chengs sichtbar machen
und ebenso die Musik Peng Yins. Ich wollte sie visualisieren durch die
Verbindung von Naturelementen mit anderen symbolischen Objekten von starker und
universell gültiger Ausdruckskraft: die Fische, das Wasser, die Bäume, den
Kreis und das Dreieck.“
„Tripeditrip“
besteht aus leichtenBleistiftskizzen und Collagen auf unterschiedlichsten,
teils schwarzem Untergrund. Manche Arbeiten sind auf Notenblättern aufgetragen,
manche von Tuschezeichnungen überlagert. Mancini schafft fast schwerelose Papierarbeiten
mit angedeutetenLandschaften, Bergen und Bäumen, in denenschwebende Blätter −
und auch Fische − surreal anmutend,durch die Luft fliegen.In machen Blättern
sind Menschengruppen oder Gesichtselemente wie Nasen zu erkennen. Andere sind
bestimmt von den Grundformen Dreieck und Kreis, zugleich auch metaphysische
Symbolen, oder freien, zarten Linien. Überhaupt ist ihre Formensprache
fragmentarisch und offen angelegt– ebenso wie die Musik Peng Yinsund die
DichtkunstGu Chengs, und zeigt einen deutlichenBezug zum Taoismus.
Einer der Grundgedanken, ja zentraler Begriff der chinesischen Lehredes Tao
ist der Begriff der Leere, als der Zustand höchster Vollkommenheit.Das
Eindringen in die Leere ist das
Einswerden mit dem Tao auch in der Kunst, und hier sogar in einem doppelten
Sinne: Als innere Haltung des Malers, aber auch als die Leere im Bild
selbst.Eine traditionelle Regel besagt,einGemälde solle aus einem Drittel Fülle
und zwei Dritteln Leere bestehen – diese Regel ist natürlich nicht starr
auszulegen.Kunstwerke besitzen dann noch eine größere Schönheit, wenn sie auf
etwas jenseitiges, übernatürliches hindeuten, transzendieren.Fernanda Mancini
setzt diese Leere sehr bewusst und sehr gekonnt ein und hat nicht die
sprichwörtliche Angstvor dem weißen Papier:Mit zwei feinen Bleistiftstrichen
deutet sie beispielsweise zwei riesige Berge an,vor denen die (flüchtende?)
Menschengruppe winzig erscheint. Andere Linien brechen ab und lösen sich im
Nichts, in der Leere auf.
Eindrucksvoll ist auch, wie
sehr Mancini die unterschiedlichen Töne, Empfindungen und Gedichtzeilen in
adäquate künstlerische Techniken umsetzt: Eher leise zurückhaltende
fragmentarisch angelegte Bleistiftzeichnungen wechseln mit kraftvollen
Zeichnungen eines Baumstammes in Tusche. Schwarzweiße Grafiken wiederum werden
von einer wunderbaren Komposition mit abgerissenen, roten Blattzungen, die ein
Notenblatt überlagern, abgelöst bis hin zu Arbeiten auf farbigem (orangen)
Untergrund.
Zieht man in Betracht, dass
Mancini vor ihrer künstlerischen Ausbildung in Rom, Berlin auch Philosophie
studiert hat und als literarische Übersetzerin für „Apropos Doktor Faustus. Arnold Schönberg
− Thomas Mann.“ fungierte, ist dieses besondere Gespür sowohl für die Sprache
des Dichters als auch für die des Komponisten erklärbar. Mit der Übertragung in
die bildende Kunst verleiht Mancini dem Dialog zwischen Dichtung und
Komposition eine neue, eigene künstlerische Note: So entsteht der in der
Romantik angestrebte Dreiklang von Dichtung, Malerei und Musik in wunderbarer,
höchster Form — und ein Gesamtkunstwerk
im allerbesten Sinne.
2016
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