mercoledì 22 aprile 2020

Text von Diana del Mastro "Der Raum jenseits des Raums"



                                  Der Raum jenseits des Raums.
         Die poetische Heterotopie Fernanda Mancinis

von Diana Del Mastro

           2014

Zenons Problem fordert ja eine Erörterung: Wenn jegliches Seiende an einem Orte ist, so muss es zweifellos auch einen Ort für den Ort geben, und so fortgehend ins Unendliche.

Aristoteles, Physikvorlesung, Buch IV, 3, übersetzt
von Hans Wagner, Darmstadt 1979, S. 84


Über das Unsichtbare und über das Sterbliche haben die Götter Gewissheit, als Menschen ziehen wir Schlüsse.

Diogenes Laertios, Das philosophische Denken der griechischen Vorsokratiker: Alkmaion VIII, 83, übersetzt von Egon Gottwein




In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geht in der Kunst ein tiefer Riss durch die Textur von Gemälden und Skulpturen. Neue künstlerische Tendenzen setzen sich durch, die trotz aller Ausdifferenziertheit einen gemeinsamen Nenner haben, nämlich die Suche nach einem neuen Weg, die Welt zu deuten. Zu den interessantesten Erscheinungen in diesem Sinne gehört die Konzeptkunst, eine Kunst, die die künstlerischen Werte im herkömmlichen Sinn zunichte macht und das Augenmerk stattdessen auf die erkenntnistheoretischen Aspekte im schöpferischen Tun lenkt, das nicht nur als ‚ästhetisch’ zu verstehen ist. Dabei handelt es sich keineswegs um simple, zum Scheitern verurteilte Manierismen. Die Künstler dieser Bewegung stützen ihre Experimente auf eine Erkundung der Form, der Farbe und des Raums statt des Objekts an sich. Mit der Konzeptkunst wird die Idee wichtiger als ihre konkrete Umsetzung, in entmaterialisierender Funktion. Das Objekt (sowohl das industriell hergestellte als auch das in ‚ästhetischer’ Absicht erzeugte) wird inflationiert, es wird als hedonistisch und verspielt abgelehnt zu Gunsten eines Ansatzes, der subtiler, wahrnehmbarer, introspektiver, rätselhafter ist und auf die Welt der Phänomene anspielt. Aufgabe der Kunst ist nicht die getreue Nachbildung der Natur, reine Mimesis der Phänomene, Replik des retinal Sichtbaren. Vielmehr besteht sie nach Auffassung der Konzeptkunst darin, zur ‚Urgeschichte des Sichtbaren’ zurückzuführen, „zur Genesis als Entwicklungsprozess, zur Gestaltung, die jeder Gestalt vorausgeht, zur Urkeimung elementarer Kräfte, die die schöpferische Tätigkeit des Künstlers in einer sichtbaren Welt der Bedeutungen zu gestalten vermag“,[1] wobei das Unsichtbare als unendliche Möglichkeit des Bildes entlarvt wird.

Um es mit Klee zu sagen: Kunst macht sichtbar[2] durch den Gestus des Malens. Sie macht den Rhythmus des Kosmos sichtbar, die Mit-Möglichkeit und Gleichzeitigkeit der in ihm sich generierenden chaotischen Kräfte, die der Künstler durch das Malen einzufangen versucht,[3] und wenn es ihm gelingt, diese Kräfte zu erfassen, moduliert er sie im figurativen Sinn, durch das Räumen, das Eröffnen von Ausblicken, die Freigabe von Orten.[4]

Martin Heidegger schrieb: „Das Offene, Freie, Durchscheinende beruht nicht im Räumlichen, sondern umgekehrt beruht das Räumliche im Offenen und Freien.“[5] Der Künstler muss also eine Bresche schlagen, den Weg ebnen, um seinen geistigen Raum zum Ausdruck zu bringen, und in seiner Offenheit zur Welt öffnet er eine Welt: Räumen bedeutet bei Heidegger, Orte freizusetzen, wie jeder Künstler dies tut, wenn er seine inneren Bilder prägt und plastisch verwirklicht, indem er neue Räume des ‚Wirklichen’ entfaltet.[6]

Der von der Künstlerin Fernanda Mancini eingenommene Blickwinkel, der sich von der resoluten heideggerschen Milde leiten lässt, [7] um neuartige räumliche Empfindungen entstehen zu lassen, besteht aus einem schwarzen Farbhintergrund, einer Metapher des Dunklen, der Nacht: Wenn die Welt der Vernunft, des wachen Bewusstseins mit dem Tag gleichzusetzen ist, kommen vor dem dunklen, nächtlichen Hintergrund ihrer Werke die herkömmlichen Kausalbeziehungen zwischen den Phänomenen abhanden. Die Nacht als Reich der Emotionalität, der Empfindsamkeit ist eine Dimension der Offenbarung ungeahnter Möglichkeiten des Daseins. Mit dem ihr eigenen Vokabular begibt sich Mancini auf eine Erkundung der Möglichkeiten, auf der Suche nach unendlichen Seinsmöglichkeiten der die Wirklichkeit bildenden Seienden die Kategorien des euklidischen Raumes zu überwinden. Damit befindet sie sich auf den Spuren Heideggers, der schrieb: „Orientierung hat etwas zu tun mit dem Aufgehen der Sonne. […] Mit Aufgang der Sonne wird es hell, alles wird sichtbar: die Dinge scheinen […]. Wenn das Licht ausgeschaltet wird, wie ist es dann mit der Lichtung […]. Auch im Dunkeln gibt es Lichtung. Lichtung hat nichts zu tun mit Licht, sondern kommt von ‚leicht’. Licht hat mit Wahrnehmung zu tun. Im Dunkeln kann man noch anstoßen. Das braucht kein Licht, aber eine Lichtung. Licht – hell; Lichtung kommt von leicht, frei machen.“[8]

Das Schwarz–Dunkel ermöglicht es, sich den von der Materie auferlegten Fesseln zu entziehen: Die Sichtbarkeit des Sichtbaren, jene Erfahrung der Repräsentation, die in den Kategorien der Tageswelt erlebt und von diesen geregelt wird, jene Welt, die wir zu ‚sehen’ annehmen und die uns vertraut erscheint, verliert ihren Zusammenhalt, wenn sie nicht mehr vom Licht erhellt wird. In den Bildern der Künstlerin fühlt sich der Betrachter nicht mehr heimisch, eher unheimlich angesichts einer Welt von Dingen, die er nicht beherrschen kann, einer Welt, die entfremdend und verstörend wirkt, die im Sichtbaren verborgen ist und sich nicht auf das Sein des Daseins reduzieren lässt.

Anders als die Künstler der Vergangenheit, die tendenziell auf eine naturalistisch-perspektivische Darstellung der Welt fokussiert waren und kompakte Volumina und deutlich unterscheidbare Tiefen zur Geltung bringen wollten, ist das Werk Fernanda Mancinis von der ‚Entmaterialisierung’ der Gegenstände gekennzeichnet, die an einem neuen Raum mitbeteiligt sind: Die Gegenstände verlieren Gewicht und Konsistenz und werden zu imaginären Fiktionen, dazu erdacht, die Quelle zu entschleiern, den paradoxen Ort, dem sie entspringen. Wir haben es mit einem Gefühl der Dunkelheit, des Geheimnisvollen und der Verwirrung zu tun, wo „die Nacht nicht das negative Ergebnis des sich zurückziehenden Lichts ist, sondern das positive Erscheinen eines dunklen Überwurfs, der das Licht überkommt und an seine Stelle tritt“.[9]

Die Entscheidung, sich den unzähligen existenziellen Möglichkeiten zu öffnen, die das Schwarz-Dunkel zulässt, erweist sich als Versuch, sich der Starrheit des von einem statischen Licht geprägten absoluten Raumes der Renaissance zu widersetzen. Für Panofsky ist die Perspektive ein „zweischneidiges Schwert: Sie schafft den Körpern Platz, sich plastisch zu entfalten und mimisch zu bewegen – aber sie schafft auch dem Lichte die Möglichkeit, im Raum sich auszubreiten und die Körper malerisch aufzulösen“;[10] sie schafft eine Distanz zwischen dem Menschen und der Welt, aber sie hebt diese Distanz doch wiederum auf, indem sie die dem Menschen in selbstständigem Dasein gegenüberstehende Dingwelt gewissermaßen in sein Auge hineinzieht.

Dieses Verhältnis ist vielmehr herkömmlicher Art, es ist willkürlich: Forschungen im Bereich der Physik haben den Nachweis erbracht: „Die Phänomene haben […] in der Atomphysik eine neue Eigenschaft der Ganzheit, indem sie sich nicht in Teilphänomene zerlegen lassen, ohne das ganze Phänomen dabei jedes Mal wesentlich zu ändern.“[11]

Fernanda Mancini widersetzt sich einer Rationalisierung der Bilder, die dem Licht und einem einheitlichen, messbaren Sichtraum ausgesetzt sind, in einem einzigen ‚Quantum continuum’. Sie versucht vielmehr, eine Einheit der Erfahrung des wahrnehmenden Subjekts und der außerhalb des Bewusstseins bestehenden Phänomene zu bewahren, in einer Vorstellung von der ursprünglichen Unteilbarkeit des Ganzen, der Ganzheit. Für die Naturwissenschaft nach Galilei und Newton ist der Raum nämlich vorstellbar „als eine gleichförmige ‚dreidimensionale Ausdehnung’ wegen der Bewegung der Massenpunkte“, die den Orten keine Freiheit lässt, „die Trennung der möglichen Positionen und Richtungen zu bestimmen“.[12] Wie Heidegger aufzeigt, wird die Raumgröße extensio zum Behältnis, das sich zu den Körpern in Hinblick auf die „Ausdehnung in Höhe, Länge und Tiefe verhält, die sich aber noch einmal abziehen lässt, nämlich auf analytisch-algebraische Relationen“.[13]

Mancinis künstlerische Erkundung distanziert sich von dieser homogenen und statischen Sicht des Raumes, um die Möglichkeit einer originären Dimension zu erkunden, eine Lichtung aufzutun auf der Suche nach einer wesenseigenen Räumlichkeit als Öffnung zum Sein: „Der Raum als Be-rückung soll uns an dieser Stelle nicht als spekulative Extravaganz erscheinen, sondern als der Versuch, in bestimmterer Weise jene Duplizität neu zu formulieren, die als Ort der Beziehung zwischen Mensch und Sein zur Wahrheit gehört.“[14]

Die Entscheidung für die Farbe Schwarz unterbricht das herkömmliche Verhältnis zwischen Licht und Materie, zwischen Gegenstand und geometrischem Raum: In dem so konzipierten multidimensionalen Raum sind die Gegenstände, die die Szenerie der Bilder bevölkern, de-substanzialisiert, ihrer Gebrauchsfunktion enthoben, ent-lagert, in das poetische Fragment einer dynamischen Beziehung mit dem die Welt erfahrenden Subjekt verwandelt, in einer Umgebung ohne geometrische Koordinaten.

Die Dinge besitzen keine Schwerkraft, sie schweben im Dunkel der Imagination. Gegenstände und Fragmente verteilen sich -  trotz des Auges, das nach einem spezifischen Zentrum verlangt - im Raum der Bilder auf exzentrische und unregelmäßige Weise, auf der Suche nach etwas Verbindendem, nach einem Grundprinzip, das ein Nebeneinander-Bestehen zulässt, die Mit-Möglichkeit widersprüchlicher Daseinsweisen. Im multidimensionalen Raum stehen die Weltdinge nicht in einer physikalisch-räumlichen Beziehung zueinander, sondern in einer neuen Verbindung, die ihrerseits neuartige Daseinsmöglichkeiten der Dinge selbst enthüllt. Der Gegenstand ist nicht allein, sondern Pol einer durch die räumliche Exzentrizität herausgestellten Beziehung, in der das Gesetz der Welt, das Kausalitätsprinzip, seine absolute Gültigkeit verloren hat, da „jene Kontinuität im Dasein eines individuellen Gegenstandes stets das Produkt einer vom erkennenden Subjekt ausgeführten Handlung ist und nie als eine Tatsache der objektiven Wirklichkeit erklärt werden kann“.[15] Es ist diese Erfahrung des Luftholens, eine Pause im nihilistischen Fluss der Zeit, die uns laut Vinci retten kann, allerdings unter der Bedingung, uns an die Dinge „für sich und nicht für uns selbst“ heranzutasten, zuzulassen, dass sie sich „in ihrer Einzigartigkeit und Geringfügigkeit zeigen, und das Zuviel an Gegenständen und Gerede, das uns umgibt, auszusetzen“.[16]




[1] Marco Vozza, Le forme del visibile: filosofia e pittura da Cézanne a Bacon, Florenz 1999, S. 23.
[2] „Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern Kunst macht sichtbar“, Paul Klee, Schöpferische Konfession, in: Tribüne der Kunst und der Zeit. Eine Schriftensammlung, hrsg. von Kasimir Edschmid, Berlin 1920.
[3] „Der Maler durchsteht eine Katastrophe oder eine Feuersbrunst und hinterlässt auf der Leinwand die Spur davon wie vom Sprung, der ihn vom Chaos zur Komposition führt“, Gilles Deleuze, Felix Guattari, Was ist Philosophie?, Frankfurt am Main 1996, S. 240.
[4] „Räumen ist Freigabe von Orten“, vgl. Martin Heidegger, Die Kunst und der Raum, St. Gallen 1969.
[5] Martin Heidegger, Zollikoner Seminare, Frankfurt am Main 1987, S. 9.
[6] Vgl. Salomon Resnik, Spazialità e prospettive dell’esperienza estetica, in: L’avventura estetica. Prospettive sull’arte, Mailand 2002, S. 9-13.
[7] Paolo Vinci, Die Dinge Die Orte, in D. Del Mastro (Hrsg.), Fernanda Mancini. Der Raum die Dinge die Fragmente. Im Bereich des Heiligen, Stettin 2011, S. 23.
[8] M. Heidegger, Zollikoner Seminare, a.a.O., S. 16.
[9] Lorenzino Cremonini, Lo spazio della luce, Florenz 2005, S. 11.
[10] Erwin Panofsky, Die Perspektive als „symbolische Form". In: Vorträge der Bibliothek Warburg 1924/1925, Leipzig & Berlin 1927, S. 123.
[11] Wolfgang Pauli, Naturwissenschaftliche und erkenntnistheoretische Aspekte der Ideen vom Unbewußten, in: Aufsätze und Vorträge über Physik und Erkenntnistheorie, Braunschweig 1961, S. 115.
[12] Paolo Vinci, Spazio e verità in Heidegger, in: Guido Coccoli, Anna Ludovico, Caterina Marrone (Hrsg.), La mente, il corpo e i loro enigmi: saggi di filosofia, Rom 2007, S. 372.
[13] Ebd.      [eigentlich aus den Zollikoner Seminaren]
[14] Paolo Vinci, Spazio e verità in Heidegger, a.a.O., S. 376.
[15] Paul Watzlawick, Die erfundene Wirklichkeit: wie wissen wir, was wir zu wissen glauben? Beiträge zum Konstruktivismus, München 1981.
[16] Paolo Vinci, Die Dinge Die Orte, a.a.O., S. 23.

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Ausstellungen Esposizioni Premi Pubblicazioni


                     Esposizioni Premi  Pubblicazioni
                                                

2001        "Opere Recenti", New European Art Research-Libreria Bibli, Roma -Personale

2001 "Il lido di Enea", curatore Mariano Apa, Hotel Enea, Pomezia-Roma, Collettiva, Catalogo

2002  Kunstmeile, 10° edizione, curatrice Sabine Weissler, Berlino, Collettiva, Catalogo

2003 "Italienbilder", a cura di Siegrid Mueller-Holtz, Galeria Arte, Caputh-Berlino, Collettiva

2006  IV Triennale d’Arte Sacra Contemporanea, a cura di Toti Carpentieri, Lecce, Catalogo

2006 "Aperture. Rassegna Internazionale d’Arte G.B.Salvi", 56° edizione, a cura di Mauro Corradini, Sassoferrato-Ancona, Catalogo

2007 "L’Epifania degli Angeli", a cura di Roberto Maria Siena, Centro d’arte Papi, Roma, Personale, Catalogo

2008  XIII Biennale d’Arte Sacra, "Magnificat", a cura di Carlo Chenis, Isola del Gran Sasso, Teramo, Catalogo
    
      2009 "Oltre le Mura", a cura di Roberto Lucifero, Cappella Orsini,         Roma, Collettiva, Catalogo

2010  "Lo Spazio Le Cose Il Frammento. Sul Terreno del Sacro", Istituto Italiano di Cultura di Colonia, Personale, Catalogo

2010  "Lo Spazio Le Cose Il Frammento. Sul Terreno del Sacro", Museo Nazionale di Stettino in  collaborazione con la cattedra di Italianistica (Università di Stettino) e l’Accademia di belle Arti di Stettino, a cura di Diana del Mastro ed Ewa Julianna Kwidzinska, Personale, Catalogo

2011  "Lo Spazio Le Cose Il Frammento. Sul Terreno del Sacro", Istituto Italiano di Cultura di Berlino, a cura di Angelo Bolaffi, Personale, Catalogo

2011  La Découverte de la Gravure, Stamperia del Tevere, Roma

2011   Finalista del premio "Il Segno" organizzato dalla rivista d'arte "Aperitivo Illustrato", Pesaro

2012  VI Triennale d'Arte Sacra Contemporanea, a cura di Toti Carpentieri, Lecce, Catalogo

2013 "Gimnosofisti. Il pensiero essenziale", a cura di Enzo Barchi, Art Gallery Bibliothè Bhaktivedanta, Roma, Collettiva

2013 "Nero Bianco Rosso - I Tre Gradi della Torre", a cura di Christine Reichert, Galleria Taubenturm, Diessen (Baviera), Personale

      2014  "Matrilogia", a cura di Roberto Lucifero, Cappella Orsini, Roma, Collettiva, Catalogo

    2014  Pubblica, nell'antologia "Voci di donne", un suo saggio su Meret Oppenheim.

     2014 Il saggio di Diana del Mastro "Lo Spazio oltre lo Spazio. L'eterotopia poetica di Fernanda Mancini", nell'antologia "Voci di donne"

      2014 Sulla rivista di filosofia "Polemos" esce il saggio di Diana del Mastro "Lo spazio poetico di Fernanda Mancini"

     2015  Primo premio di "Ritratti di Poesia", con la poesia "Come la    Rosa", Fondazione Roma, Roma

    2015  Menzione speciale di CasaPoesia, per lo haiku "E poi in giardino", Perugia
  
    2015  Partecipazione a Ventiperventi Artfair, a cura di Gennaro Ippolito e Giovanna Donnarumma, Padova, Collettiva, Catalogo

    2016 "Tripeditrip", a cura di Beate Eckstein, Ebert Stiftung, Berlino, Personale

    2017 "Liquefare l'Immobile", a cura di Vincenzo Mascolo, 11° edizione di "Ritratti di Poesia", Fondazione Terzo Pilastro - Italia e Mediterraneo, Personale

   2017 "Frammenti", a cura di Annalisi Biondi e Elena Polidori, Romalibera, Roma, Personle

   2017  Biennale del Libro d'Artista, 4° edizione, a cura di Gennaro Ippolito e Giovanna Donnarumma, Castel dell'Ovo, Napoli, Collettiva,  Catalogo

   2018  "Simbolo. Un incontro possibile", a cura di Diana del Mastro,  Galleria 13Muz, Stettino, Personale

   2018  Relazione al convegno "Simbolum", a cura di Diana del Mastro, Università di Stettino

   2018  Monografia "Il pensare le immagini è il luogo e il tempo delle icone", a cura di Mariano Apa, Gangemi editore

   2019 Relazione al II convegno "Simbolum", a cura di Diana del mastro, Università Stettino

Su di lei hanno scritto: Mariano Apa, Diana del Mastro, Andreas Frey, Juergen Kisters, Christiane Liermann, Vincenzo Mascolo, Roberto Maria Siena, Paolo Vinci, Barbara Vinciguerra.
Sue opere si trovano in collezioni pubbliche e private italiane e estere.                                                                               
                                                    

 Indirizzo mail   :  fernandamancini8@gmail.com

 Blog                   :   fernanda-riflessi.blogspot.com

 Link :                 www.facebook.com/muzeum.szczecin

                            http://www.ildeutschitalia.com/de/kunstler-2/16793   

   http://www.vincenzomaddaloni.it/ita/2017/02/in-viaggio-con-tripeditrip-al-tempio-di-adriano/

vincenzomaddaloni.it/ita/2016/mostra-a-berlino-di-una-pittrice-romana

Berllino 2016     http://www.hongshulin6.loan/www_fes_de/

Berlino 2016  http://www.hylu88.bid/www_fes_de/

Ritrati di poesia   https://www.youtube.com/watch?v=79ia5W3oRjI

Ritratti di poesia  https://www.youtube.com/watch?v=Tu1NN_ri734&t=341s

https://medium.com/lo-sfoglio/simbolo-immagini-di-un-incontro-possibile-6c34b09a35bc

Biographie - Bibliographie - Fotos von Fernanda Mancini

https://www.youtube.com/watch?v=hOle6u1Mlco


                                         Biographie von Fernanda Mancini

Fernanda Mancini ist in Berlin und Rom als Künstlerin tätig. Sie wurde in Rom geboren, wo sie Philosophie an der Universität "La Sapienza" studierte, und erhielt ihre Spezialisierung in philosophischer Forschung mit einer Arbeit über die Wissenschaft der Logik von Hegel, in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts hat sie die Akademie der Bildenden Künste in Berlin und Rom zum Teil besucht. Außerdem hat sie an der Gestaltung des italienischen Wörterbuchs von Treccani Stiftung mitgewirkt, arbeitet mit Zeitungen und Zeitschriften für den kulturellen Teil zusammen, hat Essays und Romane aus dem Englischen und Deutschen übersetzt. Die Unzufriedenheit mit der ausschließlich im Bereich abstrakter Begriffe und Wörter durchgeführten Forschung führte sie zu einer tiefgreifenden Reflexion über die Bedeutung und Autonomie von Bildern, die ihre persönliche Bildwelt und die Fähigkeit, die logischen Formen auf unerwartete und einzigartige Weise für erneuerte expressive Essenzen zu öffnen, hervorgebracht hat. Um Homologation und die Logik des unterscheidbaren Merkmals zu vermeiden, bewegt sie sich im Kunststrom frei durch sie hindurch. Ihre Forschung beschäftigt sich auch mit den Möglichkeiten der Begegnung und Verunreinigung zwischen verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen.
Ihre Werke befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen in Italien und im Ausland. 



                                  Bibliographie


Mariano Apa, “Il lido di Enea”, catalogo, 2001
Barbara Vinciguerra, ivi
Mariano Apa, Aperture LVI Rassegna internazionale d’arte G.B. Salvi”, catalogo, 2006
Robertomaria Siena, L’ Epifania degli Angeli, catalogo, 2007
Mariano Apa, Tredicesima Biennale d’Arte Il Magnificat, catalogo, 2008
Roberto Lucifero, Oltre le Mura, catalogo, 2009
Jürgen Kisters, Kölner Stadt-Anzeiger, novembre 2010
Diana del Mastro, Lo Spazio Le Cose Il Frammento. Sul terreno del Sacro, catalogo, 2011
Paolo Vinci, ivi
Christiane Liermann Traniello, ivi
Andreas Frey, Augsburger Allgemeine, agosto 2013
Oh, Ammersee Kurier 20 agosto 2013
Nue Ammann, Ammersee Kurier, 27 agosto 2013
Diana del Mastro, Voci di Donna, Antologia, 2014
Diana del Mastro, "Lo spazio oltre lo spazio. L'eterotopia poetica di Fernanda Mancini", Polemos, rivista di filosofia, 2014
Elena Polidori, Frammenti, 2017
Mariano Apa, Il pensare le immagini è il luogo e il tempo delle icone, Gangemi editore, 2018

             
                                          
Vorstellung des Buches:  "Das Denken von Bildern als Ort und Zeit der Ikone"                                           https://www.youtube.com/watch?v=hOle6u1Mlco      
                                                  
 Indirizzo mail   :   fernandamancini8@gmail.com

Indirizzo web :  www.fernanda-riflessi.blogspot.com

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Ritratti di poesia 2017    https://www.youtube.com/watch?v=79ia5W3oRjI
       
Ritratti di Poesia  2015   https://www.youtube.com/watch?v=Tu1NN_ri734





















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Vita Bibliografia Foto di Fernanda Mancini



Biografia di Fernanda Mancini

Fernanda Mancini è nata a Roma, dove ha studiato Filosofia all'Università " La Sapienza", e conseguito la laurea con una tesi sul pensiero di Emanuele Severino, successivamente ha studiato alla Scuola di Perfezionamento nella Ricerca Filosofica di Roma e diplomata con un  lavoro sul rapporto interno esterno nella Scienza della logica di Hegel. Ha lavorato nella redazione del Vocabolario della Treccani, collaborato e collabora con quotidiani e riviste per la parte culturale, ha tradotto saggi e romanzi dall'inglese e dal tedesco, ha frequentato l'Accademia di Belle Arti di Berlino e di Roma. L'insoddisfazione per la ricerca condotta esclusivamente nell'ambito del concetto e della parola l'ha portata ad una riflessione profonda sull'importanza e autonomia delle immagini, da cui è emerso il suo proprio linguaggio di immagini visive e poetiche, che apre  a rinnovate essenze espressive le forme logiche, in modo inaspettato e singolare. La sua ricerca esplora le possibilità di incontro e contaminazione tra diverse espressioni artistiche. Vive e lavora "tra Roma e Berlino, Monaco e Varsavia, ridisegna l'Europa delle Avengurdie con i sentimenti, la disciplina e le passioni della Poesia" (Mariano Apa). Sue opere si trovano in collezioni pubbliche e private italiane e estere.  
           
                                                     
                                       Bibliografia


Mariano Apa, “Il lido di Enea”, catalogo, 2001
Barbara Vinciguerra, ivi
Mariano Apa, Aperture LVI Rassegna internazionale d’arte G.B. Salvi”, catalogo, 2006
Robertomaria Siena, L’ Epifania degli Angeli, catalogo, 2007
Mariano Apa, Tredicesima Biennale d’Arte Il Magnificat, catalogo, 2008
Roberto Lucifero, Oltre le Mura, catalogo, 2009
Jürgen Kisters, Kölner Stadt-Anzeiger, novembre 2010
Diana del Mastro, Lo Spazio Le Cose Il Frammento. Sul terreno del Sacro, catalogo, 2011
Paolo Vinci, ivi
Christiane Liermann Traniello, ivi
Andreas Frey, Augsburger Allgemeine, agosto 2013
Oh, Ammersee Kurier 20 agosto 2013
Nue Ammann, Ammersee Kurier, 27 agosto 2013
Diana del Mastro, Voci di Donna, Antologia, 2014
Diana del Mastro, "Lo spazio oltre lo spazio. L'eterotopia poetica di Fernanda Mancini", Polemos, rivista di filosofia, 2014
Elena Polidori, Frammenti, 2017
Mariano Apa, Il pensare le immagini è il luogo e il tempo delle icone, Gangemi editore, 2018




  Presentazione del libro "Il Pensare le immagini è il tempo e il luogo delle Icone" :                                   https://www.youtube.com/watch?v=hOle6u1Mlco                      
                                                    
 Indirizzo mail   :   fernandamancini8@gmail.com


  Ritratti di poeia   https://www.youtube.com/watch?v=Tu1NN_ri734

Ritratti di poesia      https://www.youtube.com/watch?v=79ia5W3oRjI





                                               


















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lunedì 20 aprile 2020

"Lettere dalla quarantena"


Sono cose scritte in questi giorni di solitudine forzata e ben accetta, accolta come occasione di non dispersione, anzi di raccoglimento letture musica riflessioni e di nuove intuizioni donate dall'affiorare delle memorie più antiche e sconosciute.

I

Dalle profondità salgono visioni
e il sogno sconfina nella veglia
mostri più antichi tornano
ombre di spuma  
che il mare rigetta alla riva
il dialogo solitario scorre
con frescura d'acqua
e rabbuiata rugiada
romba la fine in cielo
dove bambini giocano
immense le mani nei piccoli pugni

II
Il grosso  animale dorme
il suo respiro scuote i monti
accompagna il sole
e il battito della farfalla
increspa le labbra della rivoluzione
e della dissoluzione
nel cuore batte lo stesso ritmo
al solitario alla folla ingorda
Il grosso corpo con magna pressura
preme l'aritmetica del quarzo
e il giro del corallo
la geometria del campanile
e quella dei molluschi
il più lieve e il più greve è il suo passo
i morti tornano a lui
come il figlio alla madre
come il sogno alla ragione

III
Non solo geometria è l'anima del mondo
è memoria danza ricordo
eterna visione emozione
il cerchio che chiude le menbra
l'azzurro che luce
e gli affanni trasmuta
dalla mandorla sorge
nuova alla vita
e nel gobbo deforme
in cima al pilastro
sberleffa la vita rimasta alle spalle
poi fiorisce a splendore
nel cerchio d'altare
quadrato perfetto

IV

Ogni angelo è tremendo

Perché viene emozione
alla vista dei giganti?
E' la radura arsa d'estate tra colonne e grilli
a imporporare il viso
E' il grido primitivo che risuona dentro
E' la sua eco che passa nelle vene
e le spalanca
e poi le serra
e il cuore che si ferma?
Spavento dell'incommensurabile nostra piccolezza
o come al primo grido che squarciò la notte
ora nel lampo che ci taglia
l'appartenenza nostra è rinnovata



Ogni angelo è tremendo

Perché viene emozione
alla vista dei giganti?
E' la radura arsa d'estate tra colonne e grilli
a imporporare il viso
E' il grido primitivo che risuona dentro
E' la sua eco che passa nelle vene
e le spalanca
e poi le serra
e il cuore che si ferma?
Spavento dell'incommensurabile nostra piccolezza
o come al primo grido che squarciò la notte
ora nel lampo che ci taglia
l'appartenenza nostra è rinnovata


26/4/2020
Dacché la morte s'è presentata
concreta cosa della vita
dalla finestra aperta
entra ogni giorno il monte
e il suo respiro
l'odore del silenzio
oggi invece passata la paura
prorompente e selvaggio
il grido che grida
dalla gola profonda
dello scimmione antico
ritornata nella radio
e nel cuore del vicino
tutto è come prima



mercoledì 15 aprile 2020

Claudio Parmeggiani

Riporto qui alcuni stralci del testo di Valerio Abate "L'arte come iniziazione al silenzio" Claudio Parmeggiani

https://www.rsi.ch/cultura/focus/Claudio-Parmiggiani-11873975.html

Quello di Parmiggiani non è un silenzio rinunciatario, è una presa di posizione, un ethos radicale, è la fermezza di un’assenza che diventa una presenza ammonitrice. È la responsabilità dell’artista che gli impone di vivere l’arte e la poesia come verità, arte e poesia che in quanto tali divengono l’unica forma di esistenza e resistenza.
Ma la sua non è una resistenza ai tempi, bensì alla crisi culturale e valoriale che dilaga da molti decenni a questa parte. Il maestro di Luzzara attinge alla tradizione senza tuttavia farsi travolgere da un atteggiamento nostalgico o reazionario, egli crede in «un’eredità spirituale che non deve essere dissipata.» Contemporaneo è tutto ciò che vive in noi ora. «La mente non sogna in termini temporali, l’arte ancora meno. Beato Angelico, Caspar David Friedrich sono per me artisti contemporanei» (Claudio Parmiggiani in Una fede in niente ma totale, Le Lettere 2010).

 Il Silenzio e il Nulla

 Ma la frequentazione che tutti ricordano è quella giovanile nello studio di Giorgio Morandi, e di come Parmiggiani lo ricorda: «nel suo studio si poteva comprendere il significato metafisico della polvere». È da lui che apprende l’arte del silenzio e, al contrario di ciò che generalmente si pensa per la loro differenza di mezzi, non è un’influenza puramente etica, poiché «lo stile... non è una questione di tecnica, è – come il colore per i pittori – una qualità di visione» (Proust). Si allontana radicalmente da Morandi per «un senso di rifiuto all’idea di dipingere un quadro» – si considera un pittore che non fa pittura –, eppure l’etica inevitabilmente si mostra in estetica, egli stesso parla «del silenzio come di una materia» dentro la forma della sua opera.

 Le materie

 Il fuoco ricorda all’artista il rogo di Giordano Bruno. Pire di libri accarezzati dalle fiamme e schiacciati da una campana di bronzo, immagini che suscitano l’eco del fuoco o la sensazione di toccare le ceneri ormai fredde. Polvere, vetro, fuoco, ombra, pietra, cenere, pigmento, luce, acciaio, sangue: sono le materie che modella oltre alle combinazioni poetiche di oggetti comuni. Insieme a Robert Morris nasce Melencolia II, un’esplosione scultorea dell’omonima incisione di Dürer in una bambusaia. In un’arena di pietra ci fa percorreew labirinti di vetro infranto. E poi c’è il Faro d’Islanda, una luce solitaria eretta a illuminare un deserto freddo e buio.

Il Sentimento Religioso

 La metafisica di Parmiggiani è senza Dio. Eppure il sentimento religioso è pregnante, non pensa «ad un’arte religiosa ma ad una religiosità dell’arte». Attinge a una profonda spiritualità del gesto artistico, nella materia nuda e tragica. «L’arte è in sé un atto spirituale e una pratica religiosa», come per l’amanuense che traccia sempre gli stessi segni sulle stesse pagine con ferrea devozione. Si potrebbe dire che Parmiggiani sia inattuale in senso nietzschiano, col suo anomalo – forse anacronistico – atteggiamento in un’epoca nella quale non sappiamo più pregare, nella quale «come ciechi camminiamo tra le rovine», e dove sentiamo nient’altro che il «bisogno di ricostruire».

vedi anche  https://andyphoto2017.wordpress.com/2019/08/23/la-porta-speciosa-di-claudio-parmiggiani-per-leremo-di-camaldoli/